Zum Autor
Jean-Philippe Blondel wurde 1964 im französischen Troyes geboren, wo er heute auch als Autor und Englischlehrer mit seiner Familie lebt. Sein Roman " 6 Uhr 41" wurde in Frankreich schnell ein Bestseller. Auf Deutsch erschien davor auch schon sein Roman „Zweiundzwanzig“ und im März 2015 erschien sein neuer Roman „Direkter Zugang zum Strand“.
Zum Projekt
Anfang März 2016 feiert THEATER TRIEBGUT in Chur mit einer deutschen Bühnenbearbeitung des französischen Bestsellerromans „6 UHR 41“ Premiere. Danach wird die Produktion ab Mitte März 2016 im deutsch-sprachigen Raum auf Tour gehen.
In Blondels „6 Uhr 41“ treffen sich zwei von einer Jugendliebe Enttäuschte nach 30 Jahren in einem Vorstadtzug wieder, geben sich aber vorerst gegenseitig nicht zu erkennen. Soll er sie ansprechen? Was könnte sie - nach dreißig Jahren - zu ihm sagen? Eine Zugfahrt, die das Leben verändert...
Cécile hat das Wochenende bei den Eltern verbracht. Am Montagmorgen sitzt sie erschöpft im Frühzug nach Paris. Der Platz neben ihr ist frei, ein Mann setzt sich. Cécile erkennt ihn sofort: Philippe Leduc. Auch Philippe hat Cécile gleich erkannt. Doch sie schweigen geschockt. Beide. Jeder für sich erinnern sich Cécile und Philippe in den eineinhalb Stunden Zugfahrt, wie sie vor dreißig Jahren ein romantisches Wochenende in London verbringen wollten und dort alles aus den Fugen geriet. Je näher der Gare de l’Est kommt, desto mehr will man wissen: Endet die Reise dort, oder gibt es ein nächstes Mal?
Blondel erzählt diesen „Blick zurück“ auf dreißig Jahre Lebenszeit aus den zwei völlig verschiedenen Perspektiven der Hauptfiguren: tiefgründig, leicht und humorvoll.
„Der Autor Jean-Philippe Blondel weiss diese Kammerspielsituation gekonnt zu inszenieren. Abwechselnd lässt er Cécile und Philippe erzählen. Sie taxieren einander, erinnern sich an ihre gemeinsame Zeit, aber auch an das Leben, das sie bisher geführt haben. Ein Wechselspiel, dessen raffinierte Dramaturgie eine fesselnde Wirkung hat.
Gabi Rüth, WDR
Was wäre gewesen, wenn… Wer hat sich diese Frage nicht schon gestellt? Jean-Philippe Blondel hat daraus eine wunderbare Komödie gemacht, in der wir uns alle wiederfinden.
Süddeutsche Zeitung
THEATER TRIEBGUT
SPIEL
Annette Wunsch ist in Baden bei Zürich aufgewachsen und absolvierte ihre Ausbildung zur Schauspielerin an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart. Neben festen Engagements u.a. am Landestheater Tübingen, am Stadttheater Heidelberg und von 2007-2012 am Theater St. Gallen war sie auch an vielen Bühnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz in tragenden Rollen zu sehen, wie z. B. am Theater der Josefstadt in Wien als “Charlotte“ in den „Wahlverwandtschaften“ von Goethe oder als Minna in „Minna von Barnhelm“. Darüber hinaus kennt man Annette Wunsch aus zahlreichen Fernsehproduktionen wie u.a. «Tatort», «Polizeiruf 110», „Der Alte“, „Die Rosenheim-Cops“, „Hubert und Staller“ und aus Spielfilmproduktionen des Schweizer Fernsehens wie z.B. „Nebenwirkungen“, „Altes Haus“ oder „Das Fräulein“ (Goldener Leopard am Internationalen Filmfestival Locarno 2006). Annette Wunsch arbeitet auch regelmäßig u.a. für den Bayerischen Rundfunk, arte und SRF als Sprecherin.
www.agentur-mattes.de
Der in Graubünden aufgewachsene Schauspieler Gian Rupf studierte an der Schauspielakademie in Zürich. Im Anschluss war er als Ensemblemitglied an verschiedenen Bühnen in Deutschland tätig, so an der Landesbühne Wilhelmshaven, am Landestheater Tübingen LTT, am Schauspielhaus Düsseldorf und am Theater der Stadt Bielefeld. Danach arbeitete er während neun Jahren freischaffend in München. Seit einigen Jahren befasst sich Gian Rupf mit literarischen Texten im Zusammenhang mit Gesang und Musik sowie mit dem Thema des Bergs in der Literatur. Aus diesen Beschäftigungen resultierten zahlreiche musikalische Abende, Lesungen, szenische Inszenierungen sowie Theaterproduktionen. Darüber hinaus war Gian Rupf in diversen Fernsehproduktionen zu sehen, u. a. in «Bergig», «In aller Freundschaft», «Tag und Nacht», «Canzun Alpina» und «Der Alte». Mit dem Schweizer Autorenfilmer Kuno Bont drehte er 2014 den Kinofilm „Das Deckelbad“. Gian Rupf arbeitet außerdem als Dokumentarfilmer und als Sprecher für SRF. www.gianrupf.ch
BISHERIGE GEMEINSAME ARBEITEN
„6 UHR 41“ von Jean-Philippe Blondel ist die fünfte gemeinsame Produktion von Annette Wunsch und Gian Rupf, die seit 2008 als „THEATER TRIEBGUT“ schon mit „GUT GEGEN NORDWIND“ von Daniel Glattauer, mit „TIEF IN EINEM DUNKLEN WALD“ von Neil LaBute , mit „BRENNENDES GEHEIMNIS“ nach Stefan Zweig (diese Produktionen waren alle schon in Landsberg am Stadttheater zu sehen) und mit „SAGT LILA“ von Chimo sehr erfolgreich in der Schweiz und in Deutschland auftraten.
